Gewebearten

Textile Flächen werden durch unterschiedliche Gewebearten hergestellt.

Da ist als erstes das sog Buntgewebe zu nennen. Ein Buntgewebe weist Musterungen auf, die durch den Wechsel von Kettfäden und Schussfäden entstehen. Querstreifen werden durch unterschiedliche Schussfäden erreicht, Längsstreifen durch farbliche Kettfäden. Karos oder kleine Muster ergeben sich aus ihrer Kombination.
Typische Buntgewebe:

Changeant: die kompletten Kettfäden sind in einer anderen Farbe als die Schussfäden. Einen schillernden Effekt erreich man mit der Verwendung von Filamentgarnen

Fil-á-fil: Kettfäden und Schussfäden wechseln sich ab, je ein heller und ein dunkler Faden.

Nadelstreifen: einzelne, einfarbige Kettfäden, bei dunklem, einfarbigen Grund lassen den Nadelstreifen entstehen.

Oxford: paarweise binden die Kettfäden mit einem Schussfaden und es ergibt sich ein kleinwürfeliges Aussehen.

Schottenkaro: durch gefärbte Kett- und Schussfäden entstehen großflächige Farbkaros, der schottischen Nationaltracht nachempfunden.

Glencheck: hier müssen Grund- und Überkaros zusammentreffen.

Pepita: Blockkaros in hell-dunkel, die nicht zackig sind.

Hahnentritt: hier sind bei den Karos Verlängerungen zu erkennen.

Kreppgewebe

Ein Kreppgewebe hat eine körnige, krause Oberfläche. Dieses wesentliche Merkmal kann auf verschiedene Arten entstehen. Es wird zwischen Garnkrepp, Bindungskrepp und Ausrüstungskrepp unterschieden. Möglich ist auch eine Kombination der Herstellungsverfahren.

Garnkrepp

Er entsteht durch die Verwendung von überdrehten Garnen. Er wird auch als echter Krepp bezeichnet. Das Gewebe zeigt eine unruhige und fein strukturierte Oberfläche, hat einen sandigen Griff und ist weich fließend.
Vollkrepp, ein Gewebe mit Kreppgranen in Kette und Schuss. Zur Herstellung wird hier die Leinwandbindung verwendet. Handelsbezeichnungen: Georgette, Chiffon.

Halbkrepp ein Gewebe mit  Kreppgarnen in nur einem Fadensystem in Kettfäden oder Schussfäden. Einen Kreppeffekt mit feinen Streifen in Querrichtung wird durch das drehen, zwirnen von jeweils zwei Kreppgarnen im Schuss erreicht. Handelbezeichnung: Crêpe de Chine, Crêüe Satin, Crêpe marocain

Spannungskrepp weist abwechselnd blasige und glatte Längsstreifen auf. Es wird durch unterschiedliche Kettfadenspannungen erreicht gegebenenfalls auch durch gruppenweise Kreppgarne. Auch kann dies durch schrumpfende und nicht schrumpfende Kettfäden erreicht werden. Handelsbezeichnung: Seersucker

Bindungskrepp hat ein körniges und unregelmäßiges Erscheinungsbild. Erreicht wird das durch bindungstechnische Maßnahmen.  Handelsbezeichnung: Sandkrepp

Ausrüstungskrepp zeichnet sich durch ein blasiges, kreppiges Aussehen aus, das in der Textilveredelung entsteht. Punktuell oder streifenweise wird Natronlauge auf Baumwollgewebe gedruckt. Die bedruckten Flächen schrumpfen und hinterlassen ein blasiges aufgeworfenes Muster entstehen. Handelsbezeichnung Kräuselkrepp, Blasenkrepp, Borkenkrepp.

 

 Textile Flächen werden durch unterschiedliche Gewebearten hergestellt.
Da ist als erstes das sog Buntgewebe zu nennen. Ein Buntgewebe weist Musterungen auf, die durch den Wechsel von Kettfäden und Schussfäden entstehen. Querstreifen werden durch unterschiedliche Schussfäden erreicht, Längsstreifen durch farbliche Kettfäden. Karos oder kleine Muster ergeben sich aus ihrer Kombination.
Typische Buntgewebe:
Changeant: die kompletten Kettfäden sind in einer anderen Farbe als die Schussfäden. Einen schillernden Effekt erreich man mit der Verwendung von Filamentgarnen
Fil-á-fil: Kettfäden und Schussfäden wechseln sich ab, je ein heller und ein dunkler Faden.
Nadelstreifen: einzelne, einfarbige Kettfäden, bei dunklem, einfarbigen Grund lassen den Nadelstreifen entstehen.
Oxford: paarweise binden die Kettfäden mit einem Schussfaden und es ergibt sich ein kleinwürfeliges Aussehen.
Schottenkaro: durch gefärbte Kett- und Schussfäden entstehen großflächige Farbkaros, der schottischen Nationaltracht nachempfunden.
Glencheck: hier müssen Grund- und Überkaros zusammentreffen.
Pepita: Blockkaros in hell-dunkel, die nicht zackig sind.
Hahnentritt: hier sind bei den Karos Verlängerungen zu erkennen.
Kreppgewebe
Ein Kreppgewebe hat eine körnige, krause Oberfläche. Dieses wesentliche Merkmal kann auf verschiedene Arten entstehen. Es wird zwischen Garnkrepp, Bindungskrepp und Ausrüstungskrepp unterschieden. Möglich ist auch eine Kombination der Herstellungsverfahren.
Garnkrepp
Er entsteht durch die Verwendung von überdrehten Garnen. Er wird auch als echter Krepp bezeichnet. Das Gewebe zeigt eine unruhige und fein strukturierte Oberfläche, hat einen sandigen Griff und ist weich fließend.
Vollkrepp, ein Gewebe mit Kreppgranen in Kette und Schuss. Zur Herstellung wird hier die Leinwandbindung verwendet. Handelsbezeichnungen: Georgette, Chiffon.
Halbkrepp ein Gewebe mit  Kreppgarnen in nur einem Fadensystem in Kettfäden oder Schussfäden. Einen Kreppeffekt mit feinen Streifen in Querrichtung wird durch das drehen, zwirnen von jeweils zwei Kreppgarnen im Schuss erreicht. Handelbezeichnung: Crêpe de Chine, Crêüe Satin, Crêpe marocain
Spannungskrepp weist abwechselnd blasige und glatte Längsstreifen auf. Es wird durch unterschiedliche Kettfadenspannungen erreicht gegebenenfalls auch durch gruppenweise Kreppgarne. Auch kann dies durch schrumpfende und nicht schrumpfende Kettfäden erreicht werden. Handelsbezeichnung: Seersucker
Bindungskrepp hat ein körniges und unregelmäßiges Erscheinungsbild. Erreicht wird das durch bindungstechnische Maßnahmen.  Handelsbezeichnung: Sandkrepp
Ausrüstungskrepp zeichnet sich durch ein blasiges, kreppiges Aussehen aus, das in der Textilveredelung entsteht. Punktuell oder streifenweise wird Natronlauge auf Baumwollgewebe gedruckt. Die bedruckten Flächen schrumpfen und hinterlassen ein blasiges aufgeworfenes Muster entstehen. Handelsbezeichnung Kräuselkrepp, Blasenkrepp, Borkenkrepp.
Gewebe mit drei Fadensystemen
Ein Gewebe mit einem dritten Fadensystem hat eine größere Festigkeit und ist widerstandsfähig. Es hat mehr Fülle, eine zusätzliche Musterungen oder eine besondere Oberfläche.
Verstärkte Gewebe
Neben der Grundkette hat das Gewebe ein zweites Kettsystem und ist somit ein kettverstärktes Gewebe.
Handelsbezeichnung: Charmelaine
Schussverstärktes Gewebe
Daneben gibt es das schussverstärkte Gewebe. Hier hat das Gewebe ein zweites Schusssystem.
Handelsbezeichnung: Molton
Lancierte Gewebe
Mit einem zusätzliches Fadensystem lassen sich Bordüren oder Stickerei Muster erstellen. Liegen die Lancierfäden quer im Gewebe so spricht man von einem Schusslancé liegen die musterbildenden Fäden in Längsrichtung so spricht man von einem Kettlancé. Beide Arten können auch kombiniert werden.
Handelsbezeichnung: Lancé
Broschierte Gewebe
Hier entsteht durch musterbildende Fäden in Schussrichtung ein stickereiähnliches kleines Muster. Für jede Musterstelle ist ein Brochier-Schützen notwendig, eine sehr aufwendige Webtechnik. Sie wird heute nur selten angewandt.
Schlingengewebe
Frottiergewebe hat eine straff gespannte Grundkette und einer lockeren Schlingen- oder Polkette.
Velourfrottier
Die Schlingen werden nachträglich aufgeschnitten, durch bürsten erhält dieser Stoff ein samtähnliches Aussehen
Walkfrottier
Das Tuch wird durch eine Walkbehandlung dicht und strapazierfähig.
Zwirnfrottier
Die Polkette besteht aus Zwirn
Frotté
Ein Zweifadensystem-Gewebe durch Schlingenzwirne in Schussrichtung.
Florgewebe
Ein drittes Fadensystem bildet auf der rechten Warenseite einen Faserflor. Ist die Florhöhe bis 3 mm so bezeichnet man das Gewebe als Samt. Bei einem höheren Flor bezeichnet man das Gewerbe als Plüsch.
Bei der Herstellung unterscheidet man zwischen Kett- und Schusssamt. Der Flor wird beim Kettsamt durch zusätzliche Kettfäden gebildet, beim Schusssamt durch zusätzliche Schussfäden.
Gewebe mit vier und mehr Fadensystemen
Auch Doppelgewebe bestehen aus zwei übereinanderliegenden Geweben. Durch verschiedene Bindungstechniken sind sie während des Webvorgangs an einigen Stellen fest miteinander verbunden. Dadurch erreich man eine höhere Festigkeit, mehr Volumen, größere Dichte, unterschiedliche Warenseiten. Diese Stoffe werden meist für Jacken und Mäntel eingesetzt.
Werden zwei Gewebelagen mit einem fünften Fadensystem verbunden so entsteht eine Wendebekleidung
Handelbezeichnung: Double face
Cloqué
Ist ein Doppelgewebe mit blasigen Aufwerfungen auf der rechten Warenseite.
Das Untergewebe ist ein Kreppgewebe, das Obergewebe besteht aus normalem Garn.
Durch eine Nassbehandlung schrumpft das Untergewebe und das Obergewebe wirft Blasen.
Cloqué Gewebe sollte nicht gebügelt werden.
Matelassé
Ein Doppelgewebe mit einer reliefartigen Optik. Es ist ein schwerer Stoff, der wie gepolstert erscheint.
Pikeegewebe
Pikeegewebe zeichnen sich durch ein plastisches Oberflächenbild, das wie gesteppt wirkt.
Es ist ein vier Fadensystem  mit feinem leinwandbindigem Obergewebe und einem größeren Untergewebe. Das Obergewebe ist nach bestimmten Regeln mit dem Untergewebe verbunden, so entstehen kleine Figuren und Streifen, die wie gesteppt erscheinen.
Streifenpikee
Das Gewebe hat auf der rechten Warenseite schmale Längsrippen.
Waffelpikee
Ein Zweifadensystemgewebe mit waffelartigem Aussehen. Beide Warenseiten zeigen das gleiche Aussehen.
Côtelé
Mit einer Cordbindung wird eine erhabene Längsmusterung der Gewebeoberfläche erreicht.

 

 

Gewebe mit drei Fadensystemen

Ein Gewebe mit einem dritten Fadensystem hat eine größere Festigkeit und ist widerstandsfähig. Es hat mehr Fülle, eine zusätzliche Musterungen oder eine besondere Oberfläche.
Verstärkte Gewebe

Neben der Grundkette hat das Gewebe ein zweites Kettsystem und ist somit ein kettverstärktes Gewebe.

Handelsbezeichnung: Charmelaine

Schussverstärktes Gewebe

Daneben gibt es das schussverstärkte Gewebe. Hier hat das Gewebe ein zweites Schusssystem.

Handelsbezeichnung: Molton

Lancierte Gewebe

Mit einem zusätzliches Fadensystem lassen sich Bordüren oder Stickerei Muster erstellen. Liegen die Lancierfäden quer im Gewebe so spricht man von einem Schusslancé liegen die musterbildenden Fäden in Längsrichtung so spricht man von einem Kettlancé. Beide Arten können auch kombiniert werden.

Handelsbezeichnung: Lancé

Broschierte Gewebe

Hier entsteht durch musterbildende Fäden in Schussrichtung ein stickereiähnliches kleines Muster. Für jede Musterstelle ist ein Brochier-Schützen notwendig, eine sehr aufwendige Webtechnik. Sie wird heute nur selten angewandt.

Schlingengewebe

Frottiergewebe hat eine straff gespannte Grundkette und einer lockeren Schlingen- oder Polkette.

Velourfrottier

Die Schlingen werden nachträglich aufgeschnitten, durch bürsten erhält dieser Stoff ein samtähnliches Aussehen

Walkfrottier

Das Tuch wird durch eine Walkbehandlung dicht und strapazierfähig.

Zwirnfrottier

Die Polkette besteht aus Zwirn

Frotté

Ein Zweifadensystem-Gewebe durch Schlingenzwirne in Schussrichtung.

Florgewebe

Ein drittes Fadensystem bildet auf der rechten Warenseite einen Faserflor. Ist die Florhöhe bis 3 mm so bezeichnet man das Gewebe als Samt. Bei einem höheren Flor bezeichnet man das Gewerbe als Plüsch.
Bei der Herstellung unterscheidet man zwischen Kett- und Schusssamt. Der Flor wird beim Kettsamt durch zusätzliche Kettfäden gebildet, beim Schusssamt durch zusätzliche Schussfäden.

 

Gewebe mit vier und mehr Fadensystemen

Auch Doppelgewebe bestehen aus zwei übereinanderliegenden Geweben. Durch verschiedene Bindungstechniken sind sie während des Webvorgangs an einigen Stellen fest miteinander verbunden. Dadurch erreich man eine höhere Festigkeit, mehr Volumen, größere Dichte, unterschiedliche Warenseiten. Diese Stoffe werden meist für Jacken und Mäntel eingesetzt.

Werden zwei Gewebelagen mit einem fünften Fadensystem verbunden so entsteht eine Wendebekleidung

Handelbezeichnung: Double face

Cloqué

Ist ein Doppelgewebe mit blasigen Aufwerfungen auf der rechten Warenseite.

Das Untergewebe ist ein Kreppgewebe, das Obergewebe besteht aus normalem Garn.

Durch eine Nassbehandlung schrumpft das Untergewebe und das Obergewebe wirft Blasen.

Cloqué Gewebe sollte nicht gebügelt werden.

Matelassé

Ein Doppelgewebe mit einer reliefartigen Optik. Es ist ein schwerer Stoff, der wie gepolstert erscheint.

Pikeegewebe

Pikeegewebe zeichnen sich durch ein plastisches Oberflächenbild, das wie gesteppt wirkt.

Es ist ein vier Fadensystem  mit feinem leinwandbindigem Obergewebe und einem größeren Untergewebe. Das Obergewebe ist nach bestimmten Regeln mit dem Untergewebe verbunden, so entstehen kleine Figuren und Streifen, die wie gesteppt erscheinen.

Streifenpikee

Das Gewebe hat auf der rechten Warenseite schmale Längsrippen.

Waffelpikee

Ein Zweifadensystemgewebe mit waffelartigem Aussehen. Beide Warenseiten zeigen das gleiche Aussehen.

Côtelé

Mit einer Cordbindung wird eine erhabene Längsmusterung der Gewebeoberfläche erreicht.

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